Seiten

Posts mit dem Label Was mich beschäftigt werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Was mich beschäftigt werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 19. September 2010

Ralph Giordano - ein Bösmensch?

In den letzten Wochen gab es wohl kaum einen Menschen in Deutschland über den ich mich so sehr aufregen musste wie über Thilo Sarrazin und seine unsäglichen Thesen. Des öfteren war ich versucht, mir an dieser Stelle darüber Luft zu verschaffen, muss mich hier aber über mich selbst ärgern, da ich es persönlicher Bequemlichkeit meist unterlassen habe (bis auf eine Ausnahme).
Aber heute ist mir mal wieder der Kragen geplatzt. Anlass war diesmal nicht Sarrazin selbst, sondern einer seiner Trittbrettfahrer, der mal wieder - natürlich in einem Springer-Blatt (wo sonst) - sein Gift versprühen durfte. Gemeint ist Ralph Giordanos heutiger Beitrag in der Welt-Online: Die Gutmenschen und die dunklen Seiten des Islam. Er gibt hier 10 Thesen zum besten, warum seiner Meinung Sarrazin Recht hat. Ich werde mir hier erlauben, jede einzelne dieser Thesen zu wiederlegen oder zu entkräften um ein weiteres mal zu zeigen, dass er nicht Recht hat.
  1. Giordano benutzt hier einen ganz simplen und ziemlich schmutzigen rhetorischen Trick. Er nimmt eine einzelne Aussage der Gegenseite und stellt diese als falsch dar. In seiner verdrehten Logik sind daher alle Aussagen der Gegenseite falsch und alle eigenen Aussagen ergo automatisch richtig. Das diese "logische" Verknüpfung offensichtlich falsch ist versteht sich eigentlich von selbst.
  2. Der gleiche Trick leicht abgewandelt. Hier wird der Gegenseite die Unterlassung einer Handlung vorgeworfen (natürlich ohne den Nachweis zu erbringen, dass diese Unterlassung tatsächlich stattfindet). Zusätzlich wird emotionalisiert durch Begriffe wie "Ehrenmorde". Da die Gegenseite also angeblich nicht handelt sind offensichtlich alle eigenen Handlungen legitim.
  3. Hier wird Giordano spezifischer am Beispiel von Moschee, die nach islamischen Eroberern benannt wurden. Hier fallen mir doch gleich Gegenbeispiele ein wie Karl der Große - als Kaiser Repräsentant der weltlichen Macht der katholischen Kirche und zweifellos ein großer Eroberer. Oder Queen Elisabeth I. - eine Sekularisiererin, die die Position der anglikanischen Kirche in Großbritannien verfestigt hat, die mit ihren Eroberungen den Grundstein für das britische Commonwealth gelegt hat und auf deren Konto auch dunkle Kapitel gehen wie z.B. Akte der Piraterie. Beide waren auch nicht eben berühmt für ihren toleranten Umgang mit Andersgläubigen. Trotzdem steht einer öffentlichen Verehrung dieser Persönlichkeiten (z.B. Karlspreis) offensichtlich nichts im Wege.
  4. Hier geht es um Aiman Mayzeks Aussage, die Scharia sei mit dem Grundgesetz vereinbar. Nun geht Giordano natürlich automatisch davon aus, dass diese Aussage wiederum grundsätzlich falsch ist und die deutsche Rechtordnung wohl dadurch untergraben werde. Tatsächlich lässt sich diese Aussage jedoch auch genau anderherum deuten, nämlich das der Zentralrat der Muslime in Deutschland das deutsche Grundgesetz uneingeschränkt akzeptiert und respektiert und das eine zeitgemäße, weniger fundamentalistische Auslegung der Scharia (der Gesetze des Islam) diesem nicht wiedersprpricht. Diese Auslegung der Aussage erscheint mir persönlich doch wesentlich plausibler. Wenn das nicht ein großartiges Beispiel ist für einen aktiven Versuch der Integration - und damit ein Gegenbeweis für Sarrazins These, die Muslime wollten sich gar nicht integrieren. Davon abgesehen gibt es mit der Ordre Public längst sogar eine Rechtsgrundlage für die Anwendung islamischen Rechts in Deutschland.
  5. Der Koran ruft auf zum töten Ungläubiger auf und der Islam ist eine unfriedliche/kriegerische Religion. Nun hat er es nicht genau so formuliert, denn damit käme er dem Straftatbestand der Volksverhetzung doch schon recht nahe. Die Aussage Giordanos bleibt aber die gleiche. Da stellt sich mir die Frage, ob Her Giordano schon mal einen Blick ins Alte Testament geworfen hat oder sich jemals mit der Geschichte der katholischen Kirche eingehender beschäftigt hat, die durchtränkt ist mit dem Blut "Ungläubiger". Herr Giordano - ziehen sie den Balken aus ihrem Auge. Die Hassprediger des Islam repräsentieren nicht den Islam in seiner Gesamtheit - eben so wenig wie die Inquisition oder Aufrufe amerikanischer Hetzprediger zur Koranverbrennung für den Christlichen Glauben stehen.
  6. Die Furcht vor der schleichenden Islamisierung soll endlich als demoskopische Realität wahrgenommen werden. Hier hat Giorano ausnahmsweise recht, denn tatsächlich stellt diese Furcht, geschürt durch gewisse Medien, eine große Gefahr für den öffentlichen Frieden dar. Eine ähnliche Furcht griff in Deutschland schon einmal um sich: Ende des 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Hier wurde die Angst vor der Verjudung der deutschen Gesellschaft durch Medien und Politiker geschürt bis "endlich" jemand eine "Lösung" dieses Problems präsentierte. Tatsächlich gab es daraufhin einen deutlichen Rückgang von ca. 500.000 auf nur noch ca. 20.000 Juden in Deutschland. Ich frage mich, ob den Hernn Giordano und Sarrazin eine ähnliche "Endlösung" der Islamfrage vorschwebt.
  7. Muslime in Deutschland bestehen auf ihrem Recht auf freie Ausübung ihrer Religion. Welche Unverschämtheit solange in der Türkei nicht das gleiche Recht herrscht. Ja, ja, sehr Giordano, schon recht. Am deutschen Wesen soll ja schließlich die Welt genesen. Oder meinen sie, man muss sich in Deutschland nicht an das hier gültige Recht halten und kann den Muslimen hier ihre freie Religionsausübung vorenthalten aufgrund der Rechtslage in der Türkei? Entschuldigung, aber mir wird gerade schlecht.
  8. Herr Giordano behauptet, eine Diskussion über gewisse negative Aspekte islamischer Kultur fände in Deutschland nicht statt. Herr Giordano - haben sie in den letzten 10 Jahren nie Zeitung gelesen oder mal den Fernseher eingeschaltet? Diese Aussage ist schlicht falsch und reine Polemik. Und Entschuldigung, dass es noch andere als ihre Lieblingthemen gibt wie z.B. Atomkraft, Klimaschutz oder Finanzkrise.
  9. Hier wirft Giordano einfach mit ein paar Reizworten um sich ohne näher darauf einzugehen, was das mit der aktuellen Diskussion um Sarrazins Aussagen zu tun haben soll. Besonders bemerkenswert hier allerdings die Stichworte Antisemitismus und Nationalismus - wer redet denn hier von Judengenen und dem Untergang Deutschlands? Das ist doch wohl Herr Sarrazin.
  10. Nochmal der gleiche rhetorische Kniff wie am Anfang - hier wird gnadenlos pauschalisiert. Und was meint Herr Giordano hier mit sozialtherapeutischen Maßnahmen? Und welche Maßnahmen stellt er sich denn so vor? Den einen oder anderen Verdacht habe ich hier ja bereits geäußert.
  11. (Postsciptum): Herr Giordano schlägt statt Kopftüchern für die Frauen Handschellen für die Männer vor. Alle muslimischen Männer in Deutschland in Handschellen. Ist das ernsthaft sein Beitrag zu Integrationsdebatte. Fangen wir doch erstmal mit einer Armbinde mit Halbmond darauf und einem Stempel im Pass an - wie wäre das?
Nun, ich denke, mein ursprüngliches Vorhaben ist mir gelungen. So weit ich das sehe ist keine einzige stichhaltige Ausage von Herrn Giordano übriggeblieben. Wenn man so liest, was ich über Hernn Giordanos Ansichten zu sagen habe, könnte man meinen, ich möchte ihn in eine rechtsradikale Schublade stecken. Das ist nicht meine Absicht und erscheint aufgrund seiner Biograpfie auch absurd. Umso Absurder jedoch - eben aufgrund seiner Biograrfie - das ihm dies wiederholt wiederfahren ist. In jüngeren Jahren noch überzeugter Kommunist und für den Zentralrat der Juden aktiv - später unzweifelhaft eine moralische Instanz in Deutschland - hat er sich nun offensichtlich in der Islamfrage derart verrannt, dass er zu einer vernünftigen Debatte nicht mehr fähig scheint. Ein wahrhaft trauriger Fall von Altersstarrsinn.
Und diese Nähe zum Rechtsradikalismus ist keinesfalls zufällig. Denn vielen ist es nicht bewusst, aber der moderne Rechtsradikalsimus hat nichts mehr zu tun mit den Anti-jüdischen Parolen des 3. Reichs. Der heutige Feind der Rechtsradikalen ist erklährtermassen der Islam, was paradoxer Weise sogar zu einer Unterstützung des Staates Israel und seiner Palästinenser-Politik geführt hat. Kein Zweifel, es gibt sogar rechtsradikale Juden die offensichtlich ebenso wenig in der Lage sind, aus der Vergangenheit zu lernen wie Angehörige anderer Nationen und Völker.

    Samstag, 24. Juli 2010

    Der Rundfunkstaatsvertrag und die Zensur

    Heute war ich im Netz auf der Suche nach bestimmtem Informationsmaterial. Dazu ist das Netz ja da (auch wenn andere der Meinung sind, das Internet sei „for Porn“ ;). Vielleicht ist dem einen oder andren dabei auch schon das Passiert, was mir heute widerfahren ist. Ich stiess im Online-Angebot von 3Sat  auf folgenden Hinweis:
    Sehr geehrte Zuschauerin, sehr geehrter Zuschauer
    leider können wir Ihnen diese Seite nicht mehr anbieten, weil wir sie nicht unbegrenzt vorhalten dürfen. Das bestimmt die Änderung des Rundfunkstaatsvertrags der 16 deutschen Bundesländer (RÄStV § 11d Absatz 2 Ziffer 3) vom 1. Juni 2009.

    Worum geht es hier? Die öffentlich-rechtlichen Medienanstalten (ARD/ZDF) werden, wie es der Name schon andeutet, aus öffentlichen Geldern finanziert (GEZ). Wie es bei öffentlichen Geldern üblich ist muss daher genau festgelegt werden, wie diese Gelder verwendet werden. Das soll verhindern, dass hier Geld der Bürger zum Fenster hinausgeschmissen wird. An sich eine löbliche Sache.
    In den letzten Jahren ist bei eben diesen Bürgern eine Kostenlos-Mentalität Mode geworden. Das Privat-Fernsehen ist kostenlos, ausserdem schauen die meisten doch eh nur RTL und Co. – warum sollen sie dann für das „Rentnerfernsehen“ bei ARD und ZDF  GEZ zahlen? Daraus entstand eine starke Anti-GEZ Bewegung.
    Angeblich diente die Neufassung des Rundfunkstaatsvertrages dem Ziel, diesem „Volkszorn“ gerecht zu werden und für eine sinnvollere Nutzung der GEZ-Gebühren zu sorgen. Tatsächlich wurde dadurch das Angebot der Sender nicht verbessert – sondern es wurden die Interessen ganz anderer Gruppen befriedigt. Welche das sind, dazu komme ich gleich.

    Die ÖR-Anstalten (ARD/ZDF) haben sich dabei selber ein Stück weit zur Zielscheibe gemacht, indem sie Absichten zeigten, ein Online-Angebot aufzubauen, dass über ihren eigentlichen Bildungs- und Informationsauftrag weit hinausging. Auf Deutsch gesagt reden wir hier von Unterhaltung, interaktive Inhalte, so zu sagen Fernsehen 2.0.

    Wer hat da was dagegen? Nicht die GEZ-Zahler, sondern die Bertelsmann-Gruppe (RTL, Gruner&Jahr), die Pro7-Sat1-Sendergruppe, der Axel-Springer-Verlag etc. Eigentlich jeder größere deutsche Medienkonzern, der hofft, im Internet das Geld zu verdienen, das man mit dem Verkauf Druckmedien (Zeitungen/Zeitschriften), gedruckten Anzeigen und Werbezeit im Privatfernsehen schon lange nicht mehr (ausreichend) verdient. Gerade diese privaten Medien waren auch eifrig bemüht, die Anti-GEZ-Stimmung weiter anzuheizen, mit aufgeblasenen Berichten über angebliche Geldverschwendung bei ÖR-Medien.

    Es geht also schlicht um Konkurrenz. Das wird auch dadurch deutlich, dass Vorgaben des europäischen Wettbewerbsrechts als eine Begründung für die Neufassung dienten. Die „subventionierten“ ÖR-Anstalten würden mit ihrem Angebot den Wettbewerb verzerren. Daraus entstand der sog. Beihilfe-Kompromiss.

    Die Politik ist dabei meiner Meinung nach jedoch zugunsten privater Unternehmen und zum Nachteil der Bürger über das Ziel hinausgeschossen. Was bedeute das in der Praxis? Die ÖR-Anstalten können nicht einmal ihrem eigentlichen Informations- und Bildungsauftrag nachkommen, zumindest was das Internet angeht. Es darf im Internet über das journalistisch berichtet werden, was bereits im Fernsehen thematisiert worden ist. Informationen aus dem Fernsehen dürfen dabei vertieft werden – eine eigenständige Berichterstattung zu Themen, die nicht bereits im Fernsehen behandelt wurden, darf jedoch nicht stattfinden. Hinzu kommt die eingangs von mir als Beispiel angeführte, völlig unsinnige, zeitliche Begrenzung. Eine Nachricht, die älter ist als ein Jahr, findet im öffentlich-rechtlichen Internet nicht statt. Ich nenne das Dokumentation der Zeitgeschichte, was für mich ganz klar zum Bildungs- und Informationsauftrag gehört. Was hier passiert ist Zensur – und damit verfassungswidrig.

    Freitag, 5. März 2010

    Katastrophenalarm

    Beinahe jeden Tag lesen oder hören wir in den Nachrichten von Katastrophen. Zuletzt gestern die Schiffskatastrophe im Mittelmeer - ausgelöst durch mehrere bösartige Riesen-Mega-Killerwellen, die, wenn man der Dramatik der Bereichterstattung nur oberflächlich folgt, eine ganze Schiffsflotte versenkt und tausende in den feuchten Tod gerissen haben müssen... moment, nein:, nochmal genauer hinschauen: ein Kreuzfahrtschiff wurde beschädigt und - und das ist tatsächlich tragisch - zwei Menschen wurden dabei getötet und mehrere verletzt.
    Aber ist das eine Katastrophe?
    Im Jahr 2008 wurden auf deutschen Strassen 467 Menschen getötet. Wo war der Katastrophenschutz, warum wurde, trotz dieser erschreckenden Zahl an Opfern (es gab auch über 400.000 Verletzte), nie Katastrophenalarm ausgelöst? Die Erdbeben auf Haiti und in Chile sind mit sicherheit Katastrophen - aber war das Erdbeben der Stärke 3,2, dass diesen Dienstag den Zollern-Alb-Kreis (BaWü) erschütterte, deshalb auch eine Katastrophe. Mit Sicherheit nicht, weshalb dieses Erdbeben es auch nicht in die Abendnachrichten schaffte. Irgendwo dazwischen muss es eine Grenze geben.

    Zitat Wikipedia:
    Kriterien zur Definition
    Katastrophe im engeren Sinn ist dabei eine länger andauernde und meist großräumige Schadenlage, die mit der normalerweise vorgehaltenen Gefahrenabwehr (Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei) nicht mehr angemessen bewältigt werden kann und die nur mit überregionaler (oder internationaler) Hilfe und zusätzlichen Ressourcen (Militär sowie nicht organisierte Bevölkerungsteile) unter Kontrolle gebracht bzw. gelindert werden werden kann.


    Der Zwischenfall auf dem Kreutzfahrtschiff für die Betroffenen und deren Angehörige wohl so etwas wie eine  persönliche Katastrophe - so ist das bei einem unverohergesehenen Tod eines Angehörigen. Aber es war bei weitem eben keine Katastrophe für die Allgemeinheit. Die Seefahrt im allgemeinen und die Seefahrt vor der spanischen Küste im besonderen sind heute noch genau so sicher (oder unsicher) wie noch vor einer Woche. Von katastrophalen Verhältnissen kann keine Rede sein.
    Trotzdem Berichten Stern.de, Euronews.net, topschlagzeilen.de und mit Sicherheit viele andere Medien, die meiner Schnellsuche in Google entgangen sind, in diesem Zusammenhang von einer Katastrophe.
    Lasst euch nicht kirre machen - die Welt besteht nicht nur aus Katastrophen!
    Zum Schluss möchte ich euch daher folgende Nachrichtenseite ans Herz legen: goodnewstoo.de - denn es gibt auch gute Nachrichten.

    Montag, 1. Februar 2010

    Datenklau - ausnahmsweise bin ich dafür!

    Anscheinend ja das Hauptthema heute in Deutschland - soll man die gestolenen Kontodaten der Steuerhinterzieher kaufen oder nicht. Was spricht dagegen? Ein Staat erwartet von seinen Bürgern Gesetzestreue. Da gibt es z.B. ein Gesetz gegen Helerei, das es verbietet, Diebesgut zu kaufen, da man damit einen Anreiz für weitere, ähnliche Straftaten schafft. Man könnte dem Deutschen Staat also zweierlei vorwerfen: Erstens verlangt er von seinen Bürgern etwas, nämlich die Einhaltung der Gesetze - ist aber selber bereit, diese zu brechen sobald es seinen interessen dient. Zweitens würde er weitere Straftaten provozieren. Beides wäre unethisch. 
    Ich neige jedoch zu einem anderen Standpunkt. Ich vergleiche das mit Sonderrechten oder Notwehr. Was ist gemeint? Sonderrechte gelten z.B. für Fahrzeuge mit Blaulicht, die es vereinfacht gesagt erlauben, Verkehrsregeln weitgehend zu missachten. Ein Polizeifahrzeug kann also mit überhöhter Geschwindigkeit rechts überholen und rote Ampeln missachten - z.B. bei der Verfolgung eines Bankräubers. Dabei wird sogar das erhöte Risiko von Unfällen und damit verbundenen Personenschäden unbeteiligter in Kauf genommen.
    Jetzt ist das Überfahren einer roten Ampel keine Straftat, sondern nur eine Ordnungswiedrigkeit. Noch besser trifft es daher der Vergleich mit Notwehr. Bleiben wir beim Beispiel des Bankräubers. Nehmen wir an, er hat Geiseln genommen. Eine Geisel hat er bereits erschossen und er droht mit der Tötung weiterer Geiseln. Die Polizei hat in diesem Fall die Möglichkeit des sog. "finalen Rettungschusses" - eine Art erweiterte Notwehr zur Abwendung von Gefahren von Dritten.
    All dem liegt der Grundsatz der Verhältnismässigkeit der Mittel zugrunde - und ich halte es nun einmal für mehr als verhältnismässig, wenn man einem Kapitalverbrecher (dem Datenräuber) ein paar Millionen zahlt und ihn laufen lässt um damit hunderte oder tausende andere Straftäter Dingfest zu machen, die systematisch 80 Mio. besehlen indem sie das deutsche Steruersystem untergraben. Steurhinterzieher bestehlen nicht den Staat - sie bestehlen jeden ehrlichen Steuerzahler! Dich und mich!
    Und auch das Argument, man würde zu weiteren Straftaten verleiten wird finde ich damit wieder aufgewogen, dass dem eine wesentlich größere Zahl an potentiellen Straftätern gegenübersteht, die genau dadurch evtl. von zukünftigen Taten abgeschreckt werden.


    Donnerstag, 28. Januar 2010

    Alternativen zur Vernunft

    War es im 20. Jhd. die vorangegangene Industrialisierung, die zusammen mit dem Nationalismus zu Spannungen führte, so sind es in diesem Jhd. bisher v.a. kulturelle Konflikte , entstanden aus unserem unersättlichen Hunger nach Energie. Machen wir uns nichts vor - 1. und 2. Irak-Krieg, Terrorismus, neue Ost-West-Spannungen - es geht letztendlich um Energie, und zwar in Form von Öl und Gas.
    Was auf uns zukommt ist jedoch noch gravierender - die großen Probleme werden Trinkwasser, Nahrungsmittel und schlichtweg Lebensraum werden. Zu verdanken haben wir das dem Klimawandel. Und es ist nur zu offensichtlich, dass die Energie- und die Klimafrage zusammengehören.

    Warum komme ich heute ausgerechnet auf diese Gedanken. Zum einen ein Bericht gestern (ich glaube im WDR) über den Neubau von Kohlekraftwerken in Deutschland und die doppelzüngigen Bekenntnisse unserer Politiker zum Klimaschutz (siehe dazu mein Beitrag von gestern). Zum anderen steht heute mal wieder eine dieser großen, alles entscheidenden Konferenzen an - die zu keinem Ergebnis führen wird (Afganistan-Konferenz in London). Und dann stolpere ich heute zufällig über ein Zitat, das die Situation und das Verhalten unserer Politiker nicht treffender beschreiben könnte.
    Das Zitat stammt von dem israelischen Diplomaten Abba Eban und ist schon etwas älter - aus dem Jahr 1970; aus einer Zeit, als der Nahost-Konflikt mal wieder traurige Höhepunkte erlebte (6-Tage-Krieg, PLO-Terror, Jom-Kippur-Krieg). Aber es passt genau so auf unsere heutige Situation:

    "Die Geschichte lehrt uns, dass die Menschen und die Nationen sich weise verhalten, sobald ihnen erst alle anderen Alternativen ausgegangen sind."

    Besser kann man es nicht ausdrücken, oder? Schön finde ich an dem Zitat, dass er nicht nur von Nationen spricht, sondern von Menschen. Also, fangt an, euch weise zu verhalten - und wartet nicht darauf, dass die Politiker es tun!

    Samstag, 23. Januar 2010

    Mauslos unglücklich

    So - das hier ist vermutlich der kompliziertese Post, den ich bisher geschreiben habe. Vor ca. 2 Stunden ist nämlich meine Maus verreckt. Ich meine keinen kleinen Nager, sondern natürlich die Maus von meinem PC. Da kommen gleich zwei wirklich dumme Sachen zusammen. Erstens: Es ist Samstag - und ne Tankstelle, die Computermäuse verkauft, kenne ich persönlich noch nicht. Zweitens: Das war schon die "Ersatzmaus" die ich irgendwann mal ausgemustert hatte, weil sie zu Doppelklicks neigte. Dachte die tuts jetzt erstmal (meine USB-Funkmaus hatte vor 3-4 Wochen schon aufgegeben).

    Aber ich dachte mir, diese sportliche Herausforderung nimmst du an ;-) Schaffst du das, einen Post zu schreiben und zu veröffentlichen - mit ohne Maus (incl. PC hochfahren, Firefox starten, zur Seite navigieren ...)?

    Hier ist der Beweis, es geht. Probierts mal aus - und in Zukunft werdet ihr vermutlich vieles schneller und einfacher erledigen können - Tastaturkürzel sind was tolles! Trotzdem will ich wider eine MAUS!

    Edit: Es ist jetzt Sonntag früh - 8:11 Uhr - und ich habe die Lösung meines Problems geträumt - ob ihrs glaubt oder nicht. Selbstverständlich war meine Maus nicht kaputt, aber sie ging nicht mehr - so gesehen war, was ich oben geschrieben habe, richtig.
    Kurz zur Vorgeschichte, es gab nen kleinen Crash, der PC fuhr automatisch wieder hoch - nur die Maus wollte halt nicht mehr. Wie gesagt, meine Ersatzmaus - eine alte PS/2 Funkmaus. Nein - das ist keine Maus für eine Playstation 2 ;-) Eine Information für die jüngeren unter uns: Mancher mag sich schon gefragt haben, was das alles ist da auf der Rückseite des PC. Bevor die Computerhersteller gemerkt hatten, dass die meisten User nicht ohne weiteres in der Lage sind, den richtigen Stecker in die richtige Buchse zu stecken, also vor der Erfindung der USB-Schnittstelle, gab es tatsächlich für jedes externe Gerät (Maus, Drucker, Kopfhörer...) einen eigenen Steckplatz. Und meine alte Ersatzmaus wird tatsächlich noch über diese Urzeitliche sog. PS/2-Schnittstelle betrieben. Nach dem Crash war meine Befürchtung, nicht die Maus hätte einen Schaden, sondern diese Schnittstelle hätte bei dem Crash was abbekommen.
    Jedenfalls kam mir heute Nacht im Schlaf die Erleuchtung, es doch mal mit einer System-Wiederherstellung zu versuchen - und sie geht wieder - Heureka! ;-)

    Freitag, 22. Januar 2010

    Macht Bild-Lesen blöd?

    Klar, die Überschrift meines heutigen Posts ist provozierend und reisserisch. So was sollte man nicht tun. Schliesslich impliziere ich damit, dass Millionen deutsche durch jahrelangen Konsum einer sogenannten Zeitung mittlerweile geistig ziemlich degeneriert sein müssen. Das gleiche gilt für die Mitarbeiter eines großen deutschen Verlagshauses - die entweder selber druch ihre Arbeit an dieser Zeitung schon komplett der geistigen Umnachtung anheim gefallen sind, oder... sie sind extrem clever!

    Aber als ich die heuteige Schlagzeile sah, dachte ich mir: Da hat sich gestern vor der Redaktionssitzung die komplette Redaktion die letzten paar verbliebenen Gehirnzellen weggeballert - vermutlich an Druckfarbe geschnüffelt. Oder wie kann man es sich anders erklären, dass diese Zeitung anscheinend mit Gewalt versucht, einen großen Teil ihrer Leserschaft zu verprellen?
    Na gut, nachdem ich meinen Gefühlen erstmal freien Lauf gelassen habe werde ich nun mal etwas sachlicher. Fast mehr als die heutige Bild-Schlagzeile (siehe Bild links) stört mich dann nämlich die Kernaussage des darauf folgenden "journalistischen Beitrags". Es wird die Frage gestellt, ob die Harz IV-Leistungen zu hoch seien - und somit kein Anreiz mehr besteht, Arbeiten zu gehen. Vergleichen wird das mit der üblichen Bezahlung in vielen Niedriglohnberufen oder Zeitarbeitertarifen. Geht´s noch? Muss man nicht eher fragen, was falsch läuft, wenn Menschen 40 Std. in der Woche arbeiten, aber mit einem "Gehalt" nach Hause kommen, dass sich im Bereich des Existenzminimums bewegt? Wenn ich statt dessen für fast das gleiche Geld die ganze Zeit zuhause im Warmen sitzen kann, halte ich dies für vernünftig! Alle Niedriglohnempfänger sollten ab sofort ihre Jobs hinschmeissen und auf Harz IV umstellen.
    Entweder würde dann der Gesetzgeber endlich gezwungen, Mindeslöhne verbindlich vorzuschreiben, die Arbeit wieder attraktiv machen - oder die Arbeitgeber würden von sich aus vernünftige Löhne bezahlen um wieder an Arbeitskräfte zu kommen.
    Lesen Sie weitere Informationen: Massenverblödungsmittel in Deutschland gefunden!

    Donnerstag, 14. Januar 2010

    Spendenaufruf - und Phishing-Warnung

    Mal wieder ist eine große Katastrophe passiert - das Erdbeben in Haiti. Millionen sind betroffen und viele internationale Hilfsorganisationen haben Hilfe zugesagt oder haben sich schon auf den Weg gemacht. Diese Organisationen benötigen dafür (und andere gute Zwecke) Geld. Deshalb starte ich hier heute einen kleinen Spendenaufruf. Links zu beteiligten Hilfsorganisationen als Anregung siehe unten.

    Das möchte ich jedoch gleich mit einer Warnung verbinden. Solche großen Themen werden auch gerne von kriminellen ausgenutzt. Ich bin mir sicher, irgendwo haben kriminelle bereits gefälschte Spendenseiten eingerichtet und versuchen euch, meist mit Spam-Mails, aber auch über Treffer bei Suchmaschinen, auf diese Seiten zu locken.
    Deshalb: aktuellen Browser mit Phishing-Filter verwenden. Auf Bettel-Mails nicht reagieren. Sicherheitssoftware verwenden und regelmässig aktualisieren. Links in Mails generell nicht folgen sonder, wenn man Spenden möchte, direkt über den Browser die Homepage der Organisation suchen - dort findet man dann meist sehr einfach eine möglichkeit, seine Spende zu platzieren und ist sicher, dass es auch beim richtigen landet.

    Ärzte ohne Grenzen
    Deutsches Rotes Kreuz
    Humedica

    Montag, 11. Januar 2010

    Digitaler Käse


    Die Community MeinVz führt ihre eigene Umfrage durch um das Unwort des Jahres zu ermitteln. 3000 Vorschläge wurden eingereicht, und die Topantworten sind: Toxische Papiere, Analogkäse, Altkuhverwertung, Abwrackprämie und Minimalkompromiss.
    Was stört mich an dieser Auswahl? Dazu muss man sich mal in Erinnerung rufen, was es mit dem Unwort des Jahres eigentlich auf sich hat: "Bei der 1991 begründeten und seither jährlich stattfindenden Aktion »Unwort des Jahres« sind alle Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, sprachliche Missgriffe zu nennen, die im jeweiligen Jahr besonders negativ aufgefallen sind. Gesucht werden Wörter und Formulierungen aus der öffentlichen Sprache, die sachlich grob unangemessen sind und möglicherweise sogar die Menschenwürde verletzen." (Zitiert von Unwortdesjahres.org) 
    Die entscheidenden Passagen hab ich mal eingedickt. Gehen wird das mal Punkt für Punkt durch:
    • Toxische Papiere: Finde den Begriff angemessen, da sich diese vermeintlichen Lizenzen zum Gelddrucken als wahrhaftiges Gift für die Weltwirtschaft und das Finanzsystem herausgestellt haben. Etwas Menschenverachtendes kann ich auch nicht entdecken.
    • Analogkäse: Sachlich unangemessen? Vielleicht, da der Eindruck entstehen könnte, dass es sich tatsächlich um eine Art Käse handelt. Besser wäre Käseersatz. Aber die Menschenwürde wird nicht verletzt.
    • Altkuhverwertung: Die Initiative PETA hat dazu ihre eigene Meinung. Aber ich finde, beim Unwort sollte es weiterhin um den Menschen gehen.
    • Abwrackprämie: Der Begriff, der hier beide Kriterien wohl am wenigsten erfüllt.
    • Minimalkompromiss: Sachlich unangemessen? Nein, Es drückt sehr gut aus, was beim Klimagipfel erreicht wurde - so gut wie nichts. Und die Menschenwürde ist hier auch nicht in Gefahr.
    Mit der getroffenen Auswahl wird meines Erachtens der Begriff "Unwort des Jahres" verwässert. Diese Aktion von MeinVz ist daher ein Griff ins Klo. Man vergleiche das mal mit den tatsächlichen Favoriten auf den diesjährigen Titel: "Kopftuchmädchen", "betriebsratsverseuchte Mitarbeiter“, "erweiterter Suizid“ oder „Flüchtlingsbekämpfung“. Das nenne ich grob unangemessen und Menschenverachtend.

    Sonntag, 10. Januar 2010

    Die Erschaffung der Welt am 01.01.1753

    Ja, ihr habt richtig gelesen - an diesem Tag wurde die Welt erschaffen. Wie ich das festgestellt habe? Ich wollte in dem Bildverwaltungs-Programm Picasa das Datum eines unwichtigen Kruscht-Ordners zurückdatieren, damit er mir in der nach Datum sortierten Ansicht erst ganz unten auftaucht.
    Was nimmt man da? Erst hab ich mich für den 01.01.1900 entschieden. Das erschien mir dann zu einfach. Also warum nicht Christi Geburt? 25.12.0000 - Aha, geht nicht. Moment - Kaiserkrönung Karls des Großen war doch auch an Weihnachten. 25.12.800 - wieder nix. Vermutlich ein Problem mit dreistelligen Jahreszahlen. 01.01.1000 - auch nicht!
    So, jetzt wollte ichs wissen - Methode Try&Error. Und heraus kommt eben der 01.01.1753. Des Rätsels Lösung gibt´s hier. Oder doch nicht? Steckt da wieder irgendeine seltsame Verschwöung dahinter. Die Illuminaten? Die Freimaurer? Wer weiss?

    Ach ja, entschieden habe ich mich für den 01.07.1826. Wer mir sagen kann, warum ich dieses Datum gewählt habe - und was das mit dem Bild links zu tun hat, der bekommt von mir ein Fleisssternchen.

    Freitag, 8. Januar 2010

    Wie böse ist target= "blank"?


    Wer selber eine Website oder einen Blog erstellt, wird früher oder später externe Links einbauen. Davon gibt es zwei verschiedene Arten. Bei einem "normalen" Link öffnet sich die verlinkte Seite im gleichen Tab, durch einfügen des HTML-Befehls target="blank" in den Link-Syntax veranlasst man den Browser jedoch, den Link in einem neuen Tab zu öffnen. Über diese Art der Verlinkung wird im Netz seit jeher heftig diskutiert.
    Die Gegner argumentieren meistens, es solle ihnen überlassen bleiben, wie sich der Link öffnet (per linksklick oder Rechtsklick>Menüauswahl).
    Ich selbst gehöre zu den Befürwortern dieser Art der Verlinkung - und auch die meisten Links in diesem Blog sind mit target="blank" versehen. Ich bin der Meinung, die Ablehnung stammt aus einer Zeit, als Browser Tabs noch nicht kannten. Zugegeben, eine Windows-Taskleiste, die irgendwann überquoll vor geöffneten Browserfenstern, war nervig. Hinzu kamen die damit irgendwann verbundenen Performance-Probleme. Bei genauer Betrachtung sind es aber jetzt genau so viele Klicks wie vorher: Einer zum öffnen, einer zum schliessen des Ursprungsseite (vgl. Rechtsklick>Menüauswahl). Der Vorteil ist jedoch: Wenn ich feststelle, dass die sich öffnende Seite nicht so rasend interessant ist, wie ich dachte, komme ich schnell wieder zurück (durch schliessen des neuen Tabs) und muss nicht warten, bis sich die alte Seite wieder neu aufgebaut hat. Ich muss auch nicht erst suchen, wo ich den stehengeblieben war. Die Seite ist noch genau da, wo ich sie verlassen habe.
    Aber ich benutze auch "normale" Links, z.B. wenn ich am Ende eines Posts einen Link einfüge um dort weiterführende Informationen zu verlinken.

    Donnerstag, 24. Dezember 2009

    Zweifelhafter Ruhm

    Hat schon jemand versucht, eine Neueauflage der Mona Lisa zu mahlen? Noch nicht - dann wirds aber Zeit. Schliesslich gibt´s ja auch sonst von allem ein Remake. In Las Vegas steht eine Plastikausgabe von Venedig und in China wurde eine ganze Stadt als Kopie von Paris erreichtet - natürlich mitsamt Eiffelturm.
    Die schlimmsten Auswüchse bietet uns hier aber die internationale Filmindustrie. Die Tiefpunkte dieses Jahres dürften die Neuverfilmungen von Sisi (Co-Produktion ZDF, ORF, RAI) und, ganz aktuell (Kinostart heute, 24.12.09), das Remake des unvergesslichen Klassikers "Fame - der Weg zum Ruhm" sein. Alan Parkers Meisterwerk mit einem großartigen Soundtrack (Oscar und Golden Globe für Titelsong), einer mutigen besetzung mit jungen, unbekannten, aber hervorragenden Schauspielern und Tänzern, hervorragendes Script und Regie. Keine Missverständnisse - ich rede vom Original.
    Ich habe die Kopie noch nicht gesehen. Aber es gibt einfach keinen Grund für eine Neuverfilmung - ausser aus dem Mythos kommerziellen Gewinn zu ziehen. Und die Kritiken, die ich bisher gelesen habe geben mir offenbar recht. Ein Film so überflüssig, wie es schon Dirty Dancing 2 war. Ich finde, die Unesco sollte hier einschreiten. Das gehört zum Weltkulturerbe ;-)
    Daher mein Aufruf: Boykottiert diesen Film. Wenn ihr schon unbedingt in nächster Zeit ins Kino gehen wollt, wie wäre es mit Avatar. Inhaltlich offensichtlich auch nichts neues, aber zumindest hat James Cameron die Filmkunst was beeindruckende Bilder angeht, auf ein neues Niveau erhoben (was mich an Matrix erinnert - und damit zum notwendigen Verbot von unnötigen Film-Sequels aus reiner Geldgier - aber das ist eine andere Geschichte und soll ein anderes mal erzählt werden).

    Montag, 21. Dezember 2009

    So, das wars dann wohl!

    Mit zu den faszinierendsten Aspekten im Internet gehören ja eindeutig die diversen Verschwörungstheorien. Zu den ältesten (schon aus Vor-Internet-Tagen) gehört die Kennedy-Ermordung, die Wahrheit über Area 51 und den Roswell-Zwischenfall, die gefälschte Mondlandung, usw. usf., die jedoch durch das Medium Internet einen neuen Aufschwung erlebt haben. Aus neuerer Zeit kennt man die diversen Theorien um 9/11. Nicht vergessen wollen wir die Bielefeld-Verschwörung ;-)
    Alles alte Hüte. Seit dem Erscheinen des Films 2012 des Regisseurs Roland Emmerich gibt es eine neue Lieblingsverschwörung. Unsere Welt wird nämlich tatsächlich untergehen. Der Grund ist ein mysteriöser Planet x der schon den Sumerern unter dem Namen Nibiru bekannt war. Ein äußerst massereicher Himmelkörper, der sich 2012 der Erde annähern wird und zu einem sog. geografischen Polsprung führen wird - einer Verschiebung der Erdachse also mit dem Resultat eines Mantle-Slips, bei den die Erdkruste auf dem flüssigen Erdkern verrutschen wird und die grauenhaftesten Naturkatastrophen auslösen wird. Selbstverständlich werden all diese Tatsachen von der NASA, der amerikanischen Regierung (und allen anderen Regierungen) und sämtlichen Wissenschaftlern der Welt geheimgehalten bzw. bestritten.

    Schon erstaunlich, mit welchem Unfug sich die Menschen so beschäftigen, angesichts realer globaler Bedrohungen wie Klimawandel und Überbevölkerung, dem zur Neige gehen unserer Wasser- und Rohstoffvorräte, die nicht nur für die Energiegewinnung, sondern auch für Dünger (unsere Lebensmittelversorgung), Medikamente und Kunststoffe (Mineralöl) sowie für elektronische Geräte (unseren gesamten modernen Lebensstil) etc. unersetzlich sind.

    Sonntag, 20. Dezember 2009

    Unsere schnelle vernetzte Welt

    Heute nur ein kleiner, kurzer Eintrag darüber, wie erstaunlich, und wie schnell, das Internet ist. Kurz vor 22:00 Uhr am heutigen Abend meldeten verschiedene deutsche Quellen (Spiegel Online, Welt Online) den allzufrühen Tod der amerikanischen Schauspielerin Brittany Murphy. Sie verstarb im jungen Alter von 32 Jahren um 10:04 pacific time - also 18:04 MEZ (wenn ich mich nicht verrechnet habe).
    Nun, warum erzähle ich euch das, wenn´s doch schon überall im Internet steht? Weil es schon überall im Internet steht. Es gibt nicht nur die bereits oben erwähnten Berichte - selbstverständlich kursieren auch schon die üblichen Drogengerüchte - was mich wirklich erstaunt hat ist die Tatsache, dass der Wikipedia-Artikel mal wieder schon voll auf dem Laufenden ist.

    Freitag, 18. Dezember 2009

    Gesichtserkennung

    Schon lange bin ich zufriedener Nutzer von Picasa - manche von euch kennen es vielleicht bereits als sehr nützliches Bildverwaltungs-Tool. Seit einiger Zeit ist nun eine neue Version veröffentlicht worden, leider bisher nur in englischer Sprache.
    Das tollste daran ist die automatische Gesichtserkennung. Man kann den gefundenen Gesichtern dann Personen zuordnen und ggf. auch mit der Kontaktliste von Google-Mail verknüpfen.
    Nun - was soll ich jetzt aber zu folgendem Suchergebnis sagen - bzw., welchen Namen soll ich ihm geben?
    Vorschläge bitte als Kommentar ;-)