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Donnerstag, 19. Dezember 2013

Männer schlagen Frauen weil sie aussehen wie Bierflaschen. Echt jetzt?

Eine Freundin von mir postete folgendes Video auf Facebook:



Klar, die Werbung belügt uns was das aussehen von Frauen angeht ... aber daraus Gewalt gegen Frauen abzuleiten? Eine gewagte Hypothese. Männer haben Frauen geschlagen (und schlimmeres) bevor es Werbung gab.
Und wir Männer werden genauso verarscht. Auch männliche Models bekommen breite Schultern, mehr Muskeln und das gleiche Haut-Tuning. Auch wir werden in der Werbung definiert über das Produkt, kein Platz für Charakterdarsteller.
Es werden allerdings archaische Rollenbilder verfestigt. Immernoch machen Frauen Werbung für Putzmittel und Männer für Baumärkte.

Das Problem der Werbung wird sich nie beseitigen lassen solange es Werbung gibt. Denn ihr Zweck ist es, uns unzufrieden zu machen; mit uns, unserem Aussehen, mit unserem Lebensstil. Nie sind wir schön genug, erfolgreich genug. Wir machen ständig Fehler, weil wir angeblich das falsche Produkt im falschen Laden kaufen und dafür zu viel bezahlen.

Die Werbung sagt uns, dass wir diese Unzufriedenheit nur beseitigen können, uns Befriedigung verschaffen können, indem wir endlich das richtige anziehen, das richtige essen, das richtige Auto fahren usw.
Nicht das Christentum, nicht der Islam, nicht der Buddismus - Konsum ist die mächtigste Religion unserer Zeit, unser bevorzugter Weg zur Erlösung.

Das ist der Kern von Werbung. Das Gegenmittel ist nicht, die Werbung zu ändern, das wird nicht funktionieren. Man muss sich diesen Mechanismen von Werbung einfach bewusst sein. Nietzsche hätte gesagt, es ist mal wieder an der Zeit, einen Gott zu töten.

Wir müssen was den Konsum angeht endlich erwachsen werden, mündig werden, zum Übermensch werden. Über den Dingen stehen. Wir müssen Menschen lieben und Dinge benutzen. Leider machen wir es heute oft genau andersrum.

So, wer meine Ergüsse zu diesem Thema bis hier erduldet hat, bekommt zu Belohnung noch ein Schmankerl ;)

Mittwoch, 25. Juli 2012

Karlsruhe ruft Diktatur aus!

Bei dieser Schlagzeile bin ich doch kurz zusammengezuckt: "Karlsruhe erklärt Wahlrecht für verfassungswidrig". Die wollen uns das Wahlrecht wegnehmen - ich wusste es, wir steuern auf eine Diktatur zu! Dann dachte ich, Moment mal, Karlsruhe ist gar kein Organ der Legislative, wie kann die Stadt Karlsruhe also über so was bestimmen. Und dann kam ich drauf: Das Bundesverfassungsgericht (in Karlsruhe) hat gar nicht das Wahlrecht an sich für verfassungswidrig erklärt, sondern die betreffende Gesetzgebung. Einfach ´ne schlampige Schlagzeile ;)
Spiegel-Online-Artikel zur Schlagzeile

Samstag, 21. Juli 2012

Welten prallen aufeinander

Menschen und Physik; Mediamarkt und Technik - Welten prallen aufeinander: Wollte mir der freundliche Berater doch gestern erzählen, dass ich durch einen Akku mit dem falschen mAh-Wert mein Gerät beschädigen könnte (tatsächlich ein Richtwert für die Kapazität eines Akkus, d.h. wie lange er durchhält). Er wusste jedoch nicht, dass es Akkus mit unterschiedlicher Spannung (Volt) gibt, und das sich dies wiederum von den Batterien unterscheidet (was tatsächlich zu Problemen führen kann). 

Gerade lese ich was über den angeblichen Stromverbrauch einer Google-Suche: In entsprechenden Artikeln darüber finden sich (neben unterschiedlichsten spekulativen Werten) tatsächlich Formulierungen wie "Eine Suchanfrage verbraucht pro Stunde soviel Strom wie ..." EINE Suchanfrage nach dem Begriff "Vollhorst" liefert ungefähr 144.000 Ergebnisse und dauert 0,25 Sekunden ;)

Samstag, 7. Januar 2012

Schorsch Dabbelju und die Raupe

Heute mal wieder etwas aus der Kategorie Fundsachen. Manche von euch kennen sie vielleicht noch, "Die kleine Raupe Nimmersatt" oder "The Very Hungry Caterpillar" wie dieses weltberühmte Kinderbuch im englischen Original-Titel hieß - vorausgesetzt eure Kindheit lag vor der Einführung des Gameboy ;)

Im Wikipedia-Eintrag zu diesem Buch habe ich heute folgende Passage entdeckt:

"Der ehemalige US-Präsident George W. Bush nannte 1999 „Die kleine Raupe Nimmersatt“ als sein Lieblingsbuch. Die Lektüre habe ihn „beim Heranwachsen beeinflusst“. Die Aussage führte zu Spekulationen, da das Buch 1969 erschien, als Bush 23 Jahre alt war."
 Ich weiss nicht wie es bei euch war - aber ich habe das Buch mit ca. 5-7 Jahren gelesen :D

Quelle: Wikipedia

Freitag, 6. Januar 2012

Super Model Photography Trick

Sodele - nach ziemlich genau einem Jahr habe ich mich nunmehr tatsächlich dazu entschieden, diesen Blog nicht sterben zu lassen.
Den Neustart macht hier ein nettes kleines Youtube-Video das ich euch allen ans Herz legen möchte ;)



PS: Anlässlich des Relaunch habe ich dem ganzen auch noch ein neues optisches Erscheinungsbild verpasst. Auch die Nutzer von Mobil-Geräten (Smartphones) habe ich dabei nicht vergessen ;)

Samstag, 1. Januar 2011

Willkommen an Bord von Flug 2-0-1-1

Guten Morgen sehr verehrte Passagiere. Wir heissen Sie herzlich willkommen an Bord des Jahres 2011. Der Start hat bereits stattgefunden, die voraussichtliche Reisedauer beträgt 365 Tage.
Wir bitten Sie, alle Sicherheitshinweise zu zu beachten, denn Notausgänge gibt es nicht. Darüber hinaus empfehlen wir Ihnen, das Rauchen einzustellen, denn es ist ungesund und wird noch teurer.
Momentan haben wir noch ein kleines Problem mit der Heizung, sind aber zuversichtlich, das in den kommenden Monaten in den Griff zu bekommen. Wir Bitten, die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen.
Wir wünschen Ihnen eine angenehme Reise.
Ihre Planet Earth Spacelines.

Sonntag, 19. September 2010

Ralph Giordano - ein Bösmensch?

In den letzten Wochen gab es wohl kaum einen Menschen in Deutschland über den ich mich so sehr aufregen musste wie über Thilo Sarrazin und seine unsäglichen Thesen. Des öfteren war ich versucht, mir an dieser Stelle darüber Luft zu verschaffen, muss mich hier aber über mich selbst ärgern, da ich es persönlicher Bequemlichkeit meist unterlassen habe (bis auf eine Ausnahme).
Aber heute ist mir mal wieder der Kragen geplatzt. Anlass war diesmal nicht Sarrazin selbst, sondern einer seiner Trittbrettfahrer, der mal wieder - natürlich in einem Springer-Blatt (wo sonst) - sein Gift versprühen durfte. Gemeint ist Ralph Giordanos heutiger Beitrag in der Welt-Online: Die Gutmenschen und die dunklen Seiten des Islam. Er gibt hier 10 Thesen zum besten, warum seiner Meinung Sarrazin Recht hat. Ich werde mir hier erlauben, jede einzelne dieser Thesen zu wiederlegen oder zu entkräften um ein weiteres mal zu zeigen, dass er nicht Recht hat.
  1. Giordano benutzt hier einen ganz simplen und ziemlich schmutzigen rhetorischen Trick. Er nimmt eine einzelne Aussage der Gegenseite und stellt diese als falsch dar. In seiner verdrehten Logik sind daher alle Aussagen der Gegenseite falsch und alle eigenen Aussagen ergo automatisch richtig. Das diese "logische" Verknüpfung offensichtlich falsch ist versteht sich eigentlich von selbst.
  2. Der gleiche Trick leicht abgewandelt. Hier wird der Gegenseite die Unterlassung einer Handlung vorgeworfen (natürlich ohne den Nachweis zu erbringen, dass diese Unterlassung tatsächlich stattfindet). Zusätzlich wird emotionalisiert durch Begriffe wie "Ehrenmorde". Da die Gegenseite also angeblich nicht handelt sind offensichtlich alle eigenen Handlungen legitim.
  3. Hier wird Giordano spezifischer am Beispiel von Moschee, die nach islamischen Eroberern benannt wurden. Hier fallen mir doch gleich Gegenbeispiele ein wie Karl der Große - als Kaiser Repräsentant der weltlichen Macht der katholischen Kirche und zweifellos ein großer Eroberer. Oder Queen Elisabeth I. - eine Sekularisiererin, die die Position der anglikanischen Kirche in Großbritannien verfestigt hat, die mit ihren Eroberungen den Grundstein für das britische Commonwealth gelegt hat und auf deren Konto auch dunkle Kapitel gehen wie z.B. Akte der Piraterie. Beide waren auch nicht eben berühmt für ihren toleranten Umgang mit Andersgläubigen. Trotzdem steht einer öffentlichen Verehrung dieser Persönlichkeiten (z.B. Karlspreis) offensichtlich nichts im Wege.
  4. Hier geht es um Aiman Mayzeks Aussage, die Scharia sei mit dem Grundgesetz vereinbar. Nun geht Giordano natürlich automatisch davon aus, dass diese Aussage wiederum grundsätzlich falsch ist und die deutsche Rechtordnung wohl dadurch untergraben werde. Tatsächlich lässt sich diese Aussage jedoch auch genau anderherum deuten, nämlich das der Zentralrat der Muslime in Deutschland das deutsche Grundgesetz uneingeschränkt akzeptiert und respektiert und das eine zeitgemäße, weniger fundamentalistische Auslegung der Scharia (der Gesetze des Islam) diesem nicht wiedersprpricht. Diese Auslegung der Aussage erscheint mir persönlich doch wesentlich plausibler. Wenn das nicht ein großartiges Beispiel ist für einen aktiven Versuch der Integration - und damit ein Gegenbeweis für Sarrazins These, die Muslime wollten sich gar nicht integrieren. Davon abgesehen gibt es mit der Ordre Public längst sogar eine Rechtsgrundlage für die Anwendung islamischen Rechts in Deutschland.
  5. Der Koran ruft auf zum töten Ungläubiger auf und der Islam ist eine unfriedliche/kriegerische Religion. Nun hat er es nicht genau so formuliert, denn damit käme er dem Straftatbestand der Volksverhetzung doch schon recht nahe. Die Aussage Giordanos bleibt aber die gleiche. Da stellt sich mir die Frage, ob Her Giordano schon mal einen Blick ins Alte Testament geworfen hat oder sich jemals mit der Geschichte der katholischen Kirche eingehender beschäftigt hat, die durchtränkt ist mit dem Blut "Ungläubiger". Herr Giordano - ziehen sie den Balken aus ihrem Auge. Die Hassprediger des Islam repräsentieren nicht den Islam in seiner Gesamtheit - eben so wenig wie die Inquisition oder Aufrufe amerikanischer Hetzprediger zur Koranverbrennung für den Christlichen Glauben stehen.
  6. Die Furcht vor der schleichenden Islamisierung soll endlich als demoskopische Realität wahrgenommen werden. Hier hat Giorano ausnahmsweise recht, denn tatsächlich stellt diese Furcht, geschürt durch gewisse Medien, eine große Gefahr für den öffentlichen Frieden dar. Eine ähnliche Furcht griff in Deutschland schon einmal um sich: Ende des 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Hier wurde die Angst vor der Verjudung der deutschen Gesellschaft durch Medien und Politiker geschürt bis "endlich" jemand eine "Lösung" dieses Problems präsentierte. Tatsächlich gab es daraufhin einen deutlichen Rückgang von ca. 500.000 auf nur noch ca. 20.000 Juden in Deutschland. Ich frage mich, ob den Hernn Giordano und Sarrazin eine ähnliche "Endlösung" der Islamfrage vorschwebt.
  7. Muslime in Deutschland bestehen auf ihrem Recht auf freie Ausübung ihrer Religion. Welche Unverschämtheit solange in der Türkei nicht das gleiche Recht herrscht. Ja, ja, sehr Giordano, schon recht. Am deutschen Wesen soll ja schließlich die Welt genesen. Oder meinen sie, man muss sich in Deutschland nicht an das hier gültige Recht halten und kann den Muslimen hier ihre freie Religionsausübung vorenthalten aufgrund der Rechtslage in der Türkei? Entschuldigung, aber mir wird gerade schlecht.
  8. Herr Giordano behauptet, eine Diskussion über gewisse negative Aspekte islamischer Kultur fände in Deutschland nicht statt. Herr Giordano - haben sie in den letzten 10 Jahren nie Zeitung gelesen oder mal den Fernseher eingeschaltet? Diese Aussage ist schlicht falsch und reine Polemik. Und Entschuldigung, dass es noch andere als ihre Lieblingthemen gibt wie z.B. Atomkraft, Klimaschutz oder Finanzkrise.
  9. Hier wirft Giordano einfach mit ein paar Reizworten um sich ohne näher darauf einzugehen, was das mit der aktuellen Diskussion um Sarrazins Aussagen zu tun haben soll. Besonders bemerkenswert hier allerdings die Stichworte Antisemitismus und Nationalismus - wer redet denn hier von Judengenen und dem Untergang Deutschlands? Das ist doch wohl Herr Sarrazin.
  10. Nochmal der gleiche rhetorische Kniff wie am Anfang - hier wird gnadenlos pauschalisiert. Und was meint Herr Giordano hier mit sozialtherapeutischen Maßnahmen? Und welche Maßnahmen stellt er sich denn so vor? Den einen oder anderen Verdacht habe ich hier ja bereits geäußert.
  11. (Postsciptum): Herr Giordano schlägt statt Kopftüchern für die Frauen Handschellen für die Männer vor. Alle muslimischen Männer in Deutschland in Handschellen. Ist das ernsthaft sein Beitrag zu Integrationsdebatte. Fangen wir doch erstmal mit einer Armbinde mit Halbmond darauf und einem Stempel im Pass an - wie wäre das?
Nun, ich denke, mein ursprüngliches Vorhaben ist mir gelungen. So weit ich das sehe ist keine einzige stichhaltige Ausage von Herrn Giordano übriggeblieben. Wenn man so liest, was ich über Hernn Giordanos Ansichten zu sagen habe, könnte man meinen, ich möchte ihn in eine rechtsradikale Schublade stecken. Das ist nicht meine Absicht und erscheint aufgrund seiner Biograpfie auch absurd. Umso Absurder jedoch - eben aufgrund seiner Biograrfie - das ihm dies wiederholt wiederfahren ist. In jüngeren Jahren noch überzeugter Kommunist und für den Zentralrat der Juden aktiv - später unzweifelhaft eine moralische Instanz in Deutschland - hat er sich nun offensichtlich in der Islamfrage derart verrannt, dass er zu einer vernünftigen Debatte nicht mehr fähig scheint. Ein wahrhaft trauriger Fall von Altersstarrsinn.
Und diese Nähe zum Rechtsradikalismus ist keinesfalls zufällig. Denn vielen ist es nicht bewusst, aber der moderne Rechtsradikalsimus hat nichts mehr zu tun mit den Anti-jüdischen Parolen des 3. Reichs. Der heutige Feind der Rechtsradikalen ist erklährtermassen der Islam, was paradoxer Weise sogar zu einer Unterstützung des Staates Israel und seiner Palästinenser-Politik geführt hat. Kein Zweifel, es gibt sogar rechtsradikale Juden die offensichtlich ebenso wenig in der Lage sind, aus der Vergangenheit zu lernen wie Angehörige anderer Nationen und Völker.

    Montag, 30. August 2010

    Endlich veröffentlicht - Mein Kampf 3. Band

    Ist schon wieder ne Weile her, dass ich hier was geschrieben habe. Aber ich reg mich grad so auf - ich weiss gar nicht wo anfangen. Das muss ich jetzt einfach loswerden.

    Da bringt jemand ein Buch heraus dass sich zumindest in Teilen liest wie "Mein Kampf - 3. Band" (*) - und da wird  in Zeitungen und im Fernsehen ernsthaft darüber Diskutiert, ob der Mann vielleicht nur den Fehler gemacht hat, Probleme der deutschen Gesellschaft etwas zu provokant formuliert angesprochen zu haben. Geht´s noch? Die Rede ist natürlich von Thilo Sarrazin und seinem neuen Buch "Deutschland schafft sich ab".
    Was mich heute morgen aber am meisten geschockt hat  war das Sat1-Frühstücksfernsehen. Der erste Schock, als der Moderator sagt, die Zuschauerreaktionen seien "zu 90% positiv" (danke Bild). Und dann dieser Neuköllner Bürgermeister mit seinem Wischi-Waschi-Geschwätz, der zwar dem allem nicht zustimmen kann (schliesslich hofft er, er habe noch eine politische Zukunft vor sich), mit seinen relativierenden Äusserungen aber versucht, dem ganzen die Brisanz zu nehmen.
    In den späten 20ern, frühen 30ern des letzten Jahrhunderts sagte man schon mal über jemanden, dass er mit seinen rassenideologischen Äusserungen vielleicht doch etwas weit ginge, er aber schon in manchem Recht habe, was er so von sich gibt.

    Moment mal - vergleiche ich hier gerade Thilo Sarrazin mit dem kleinen braunauer Gefreiten und gescheiterten Kunstmaler Adolf Hitler? Nun ja, ich sag mal, an den "Meister" kommt er nicht ran, aber er scheint doch zumindest ein gelehriger Schüler zu sein.
    Ich meine, in Sarrazins Buch stecken offensichtlich alle wichtigen Zutaten drin. Da werden anderen ethnischen Gruppen angebliche charakterliche und intelektuelle Defizite angedichtet. Damals in den 20ern sprach man von Rasse - Sarazin bemüht heutzutage die Genetik. Die Aussage bleibt die gleiche. Nebenbei geht es dann noch gegen Behinderte, Andersgläubige und Harz IV-Empfänger.
    Der Mann gehört eigentlich weggesperrt wegen Volksverhetzung. Leider ist er dazu doch ein wenig zu intelligent - oder zumindest die Lektoren seines Verlages, die dafür gesorgt haben, dass seine Formulierungen juristisch nicht angreifbar sind. Das ist jedoch genau der Stil der modernen Rechten. Sie nutzen die Freiheiten der Gesellschaft aus ohne gegen die Buchstaben ihrer Gesetze zu verstossen.Der Sumpf bleibt trotzdem braun.

    * - Warum "3. Band"? Müsste es nicht einfach "Teil 2" heissen? Dazu sollte man wissen, dass das Original "Mein Kampf" in zwei Teilen erschienen ist - oder besser zwei Bänden. Deshalb wäre Sarazins Buch eben bereits der 3. Band. Kling vielleicht besserwisserisch - aber wenn schon, dann richtig.

    Samstag, 24. Juli 2010

    Der Rundfunkstaatsvertrag und die Zensur

    Heute war ich im Netz auf der Suche nach bestimmtem Informationsmaterial. Dazu ist das Netz ja da (auch wenn andere der Meinung sind, das Internet sei „for Porn“ ;). Vielleicht ist dem einen oder andren dabei auch schon das Passiert, was mir heute widerfahren ist. Ich stiess im Online-Angebot von 3Sat  auf folgenden Hinweis:
    Sehr geehrte Zuschauerin, sehr geehrter Zuschauer
    leider können wir Ihnen diese Seite nicht mehr anbieten, weil wir sie nicht unbegrenzt vorhalten dürfen. Das bestimmt die Änderung des Rundfunkstaatsvertrags der 16 deutschen Bundesländer (RÄStV § 11d Absatz 2 Ziffer 3) vom 1. Juni 2009.

    Worum geht es hier? Die öffentlich-rechtlichen Medienanstalten (ARD/ZDF) werden, wie es der Name schon andeutet, aus öffentlichen Geldern finanziert (GEZ). Wie es bei öffentlichen Geldern üblich ist muss daher genau festgelegt werden, wie diese Gelder verwendet werden. Das soll verhindern, dass hier Geld der Bürger zum Fenster hinausgeschmissen wird. An sich eine löbliche Sache.
    In den letzten Jahren ist bei eben diesen Bürgern eine Kostenlos-Mentalität Mode geworden. Das Privat-Fernsehen ist kostenlos, ausserdem schauen die meisten doch eh nur RTL und Co. – warum sollen sie dann für das „Rentnerfernsehen“ bei ARD und ZDF  GEZ zahlen? Daraus entstand eine starke Anti-GEZ Bewegung.
    Angeblich diente die Neufassung des Rundfunkstaatsvertrages dem Ziel, diesem „Volkszorn“ gerecht zu werden und für eine sinnvollere Nutzung der GEZ-Gebühren zu sorgen. Tatsächlich wurde dadurch das Angebot der Sender nicht verbessert – sondern es wurden die Interessen ganz anderer Gruppen befriedigt. Welche das sind, dazu komme ich gleich.

    Die ÖR-Anstalten (ARD/ZDF) haben sich dabei selber ein Stück weit zur Zielscheibe gemacht, indem sie Absichten zeigten, ein Online-Angebot aufzubauen, dass über ihren eigentlichen Bildungs- und Informationsauftrag weit hinausging. Auf Deutsch gesagt reden wir hier von Unterhaltung, interaktive Inhalte, so zu sagen Fernsehen 2.0.

    Wer hat da was dagegen? Nicht die GEZ-Zahler, sondern die Bertelsmann-Gruppe (RTL, Gruner&Jahr), die Pro7-Sat1-Sendergruppe, der Axel-Springer-Verlag etc. Eigentlich jeder größere deutsche Medienkonzern, der hofft, im Internet das Geld zu verdienen, das man mit dem Verkauf Druckmedien (Zeitungen/Zeitschriften), gedruckten Anzeigen und Werbezeit im Privatfernsehen schon lange nicht mehr (ausreichend) verdient. Gerade diese privaten Medien waren auch eifrig bemüht, die Anti-GEZ-Stimmung weiter anzuheizen, mit aufgeblasenen Berichten über angebliche Geldverschwendung bei ÖR-Medien.

    Es geht also schlicht um Konkurrenz. Das wird auch dadurch deutlich, dass Vorgaben des europäischen Wettbewerbsrechts als eine Begründung für die Neufassung dienten. Die „subventionierten“ ÖR-Anstalten würden mit ihrem Angebot den Wettbewerb verzerren. Daraus entstand der sog. Beihilfe-Kompromiss.

    Die Politik ist dabei meiner Meinung nach jedoch zugunsten privater Unternehmen und zum Nachteil der Bürger über das Ziel hinausgeschossen. Was bedeute das in der Praxis? Die ÖR-Anstalten können nicht einmal ihrem eigentlichen Informations- und Bildungsauftrag nachkommen, zumindest was das Internet angeht. Es darf im Internet über das journalistisch berichtet werden, was bereits im Fernsehen thematisiert worden ist. Informationen aus dem Fernsehen dürfen dabei vertieft werden – eine eigenständige Berichterstattung zu Themen, die nicht bereits im Fernsehen behandelt wurden, darf jedoch nicht stattfinden. Hinzu kommt die eingangs von mir als Beispiel angeführte, völlig unsinnige, zeitliche Begrenzung. Eine Nachricht, die älter ist als ein Jahr, findet im öffentlich-rechtlichen Internet nicht statt. Ich nenne das Dokumentation der Zeitgeschichte, was für mich ganz klar zum Bildungs- und Informationsauftrag gehört. Was hier passiert ist Zensur – und damit verfassungswidrig.

    Montag, 5. Juli 2010

    Deutschland schon Weltmeister?

    So, genug gejubelt. Ein Blick zurück und ein Blick nach vorn und mal kurz wieder mit den Füßen auf den Boden der Tatsachen zurückkommen.

    Deutschland hat bisher gegen Mannschaften gewonnen, die noch nicht mitbekommen hatten, dass die WM schon begonnen hat (Australien), die einfach das Tor nicht treffen (Ghana), die ohne Torwart zu einer WM fahren (England) oder die sich von der Döselichkeit ihres Trainers anstecken liessen (Argentinien). Als sie jedoch mal auf eine Mannschaft trafen, die nichts zu verlieren hatte, die wusste, um was es geht, und die sich nicht auf ihre Stars stütze - da sah die dt. Mannschaft nicht so gut aus (Serbien). Im Nachhinein betrachtet war das gut für die Mannschaft. Ein Warnsignal zur rechten Zeit, das für ausreichend Bodenkontakt gesorgt hat.
    Und jetzt betrachten wir die Sache mal aus Sicht unserer bisherigen Gegner. Ich denke, man hat uns zwar respektiert aber nicht ernst genommen. Klingt paradox, ist aber so. Superjunge Mannschaft, unbekannte Spieler, Ausfall wichtiger Spieler vor dem Turnier, durchwachsene Vorbereitungsspiele ... Jeder, der sich im Fussball ein wenig auskennt weiss zwar, dass man mit einer dt. Mannschaft immer rechnen muss, aber so richtig wusste man trotzdem nicht, wo man dieses Team einordnen soll. Die hatte niemand auf dem Zettel.
    Ich denke, die Spanier wissen inzwischen sehr gut, wo sie uns einordnen müssen. Sie sind gewarnt - und sie haben die Mittel. Sie hatten Gelegenheit unsere Spieler kennen zu lernen. Sie werden versuchen, mit Özil und Schweinsteiger das zu machen, was wir mit Messi und Ronney gemacht haben.
    Die Hauptsache ist daher wohl im Moment, dass die dt. Mannschaft nicht glaubt, was in den dt. Zeitungen mit den großen Buchstaben steht: dass wir sie jetzt alle wegputzen weil eh keiner mehr eine Chance gegen uns hat.

    Irgendwo habe ich gelesen, Deutschland hat die WM schon gewonnen - und es stimmt. Für jeden, der Augen hat, zu sehen, dem ist klar, wer diesen WM-Titel verdient hätte. Die gleiche Mannschaft wie 2006. Die Mannschaft, die es geschafft hat, sich nicht mit deutschen, sondern mit  lenahaften Tugenden in die Herzen der Fans weltweit zu spielen.
    Egal, was am 07.07. geschehen wird - diese Mannschaft wird nie jemand vergessen. Sie haben sich ihren Teil Unsterblichkeit bereits abgeholt. Ein WM-Titel wäre für mich jedenfalls nur noch ein Zuckerstreusel auf der Kirsche auf dem Sahnehäubchen auf der Riesentorte ..... nicht. Das ist natürlich Quatsch. Ich versuche damit nur, mich vorab schon über die bodenlose Ungerechtigkeit dieser Welt hinweg zu täuschen. Ich glaube nun mal an das Gute im Menschen, aber an das Böse in dieser Welt. Hoffen wir einfach, dass diemal die gute Seite siegt! Let the dream come true!

    Samstag, 3. Juli 2010

    Dr. Dutchlove or how I learned to stop hating but to love the Holländer!

    Wer´s noch nicht gemerkt hat - es ist WM. Und heute spielt Deutschland, aber darum wird es hier nicht gehen. Auch nicht um unseren Gegner (oder sollte man sagen Opfer?) Argentinien. Es geht um ein seltsames Phänomen, das in Deutschland um sich greift. Ein Phänomen, dass man vor Jahren - falsch - vor Tagen noch für unmöglich gehalten hätte. "Hup, Holland, hup" hört man aus jedem Wohnzimmer und auf jeder Fanmeile .... na gut, das ist etwas übertrieben. Aber im Internet macht sich eine bislang völlig unbekannte Unterstützung für die Oranjes breit. Welche Gründe gibt es dafür.
    Der erste Grund heisst Van der Vaart mit Nachnamen. Aber er heisst nicht Rafael mit Vornamen, er ist auch kein Fussballer, er ist noch nicht mal ein er! Ihr Name ist Sylvia. Was diese Frau mit ihrer Geschichte und ihrer Art für das Image der Niederlande in Deutschland geschafft hat ist bemerkenswert.
    Als zweiten Grund möchte ich den Holländern gerne zugestehen, dass die Nederlands Elftal bisher eine der wenigen "großen" Mannschaften des Turniers war, die nicht enttäuscht hat, sondern im Gegenteil einen bisher sehr ansehnlichen Fussball gespielt hat.
    Darum würden wir auch sehr gerne ein Finale Deutschland-Niederlande erleben. Die Wiederauflage von ´74 steht ganz oben auf der Wunschliste der deutschen Fans. Das ist Grund drei warum wir den Holländern die Daumen drücken (aber nur bis zum Finale :-).
    Der Hauptgrund jedoch, warum wir alle der holländischen Nationalelf zumindest für das nächste Spiel alles Gute dieser Welt wünschen sollten, heisst Uruguay. Wenn es einen Fussballgott gibt - und wenn der ein wenig Sinn für Gerechtigkeit hat - muss Urugay in der nächsten Runde einfach rausfliegen. Und er soll diesmal bitte nicht 44 Jahre warten, um ein Unrecht auszugleichen. Wer jetzt noch nicht weiss, wovon die Rede ist, schaut sich bitte folgendes Video an:


    Donnerstag, 1. Juli 2010

    Lena-Fan Dave Lombardo

    Davo Lombardo (Slayer) über Lenas  Erstlingswerk (Quelle):
    Lena - "My Cassette Player"
    I love it! Bite and personality. You hear that? "u-ah!"! I can tell by her voice that she wants the crowd. Very sassy, beautiful. Let’s have a beer and listen to a couple more songs. I wanna keep the CD.
    Wer hätts gedacht.

    Wie viel Bier am Tag?

    Mittwoch, 30. Juni 2010

    Captcha, oder: Apropo mehr da ...

    Eben gefunden im Captcha-geschützten Kommentarbereich auf einer Internetseite:


    Hmm, mir stellt sich hier die Frage: Darf man in diesem Fall noch davon sprechen, derjenige sei wohl etwas "angepisst"?

    Freitag, 25. Juni 2010

    Ich bin der Pipimann - Lena-Werke-Verzeichnis (LWV) Nr. 16

    Selten wurde eine Komposition so überschwänglich gefeiert, wie dieses neue Glanzlicht im Oevre der noch jungen Lena Meyer-Landrut. Ist schon in der kompositorischen Klarheit und Stringenz die Aufgabe der Dur-Moll-Tonalität zu Gunsten einer freien Atonalität ganz in der Tradition eines Arnold Schönbergs, die ungehinderte Entfaltung des musikalischen Ausdrucks mit dem vollen Triebleben der Klänge zu erkennen, so greift der so scheinbar simple Liedtext die gesellschaftlich und psychologische Dimension einer zutiefst verunsicherten und in sich gespaltenen Kultur in einer Prägnanz auf, die den Kritiker bewundernd erschauern lässt.

    Hier die Rohfassung:


    Instrumentalisierte Fassung: LML feat. Patrick Sommer - (Ich bin der) Pipimann


    Das jambische "Ich bin" assoziiert einen René Descartes, der die eigene Erkenntnisfähigkeit als nicht weiter kritisierbares Fundament formuliert. Und drängt sich nicht unmittelbar das Imperiale „L’État, c’est moi" eines Sonnenkönigs auf, gleichbedeutend einem "Jetzt bin ich drin. Jetzt bin ich drin im Geschäft", auf. Selten wurde das universelle Prinzip der Resonanz "Manifestiere all das, was Du Dir im Leben wünschst" so unmissverständlich dargeboten.

    Gehen wir weiter im Text und erkennen zuerst den "Pipimann" und die erst an zweiter Stelle die "Pipifrau". Ist das nur der Ausdruck einer um Euphemismus wenig bemühten Dichtkunst? Ist das Pipi als Konnotat oder gar als Denotat zu Mann und Frau zu verstehen? Spiegelt sich hier gar der Kampf der Maskulinität als Konfliktlösung durch fairen Kampf gegenüber der Femininität als Konfliktlösung durch Gleichheitsprinzip wider? Nein, die Autorin führt genau dieses Prinzip ad absurdum, in dem sie es ironisch bricht oder auch nicht! Pipi als das Pipi schlechthin, nicht im übertragenen Sinne, sondern als das Niedere, Abstößige, nicht Gesellschaftsfähige. Ist nicht nach Fischer-Homburg die westlich-neuzeitliche Geschichte der Kontrolle der Nahrungsaufnahme und -ausscheidung identisch mit der Geschichte der Etablierung der kontrollierenden Herrschaft "des Mannes" über die Welt? Und verharrt hier nicht der Mann auf der Entwicklungsstufe eines dauernd reviermarkierenden Paschas, während die Frau sich mit dem cognitiven Imperativ "Das weiß ich ganz genau" des Mannes Verweiblichung, seine Entmannung betreibt, sein ganzes künstlerisches Schaffen konterkariert.

    Ich bin der Pipi-Mann, ich mach’ Pipi wann ich kann. Ich bin die Pipi-Frau. Und das weiß ich ganz genau!

    Lena Meyer-Landrut hat sich damit in eine Reihe mit den großen Philosophen von Platon über Thomas von Aquin bis zu Immanuel Kant gestellt. Es steht außer Frage, dass Lenaismus und Lenastenie Ethik und Philosophie revolutionieren wird. So bleibt uns abschließend nur noch die Aufgabe die vier Kantschen Fragen in das Lenaistische Universum einzuführen

    Was kann ich über Lena wissen?
    Was soll ich für Lena tun?
    Darf ich auf ein Treffen mit Lena hoffen?
    Was ist der Mensch ohne Lena?


    Autor / Quelle: Ritter der Lilie / Lena Meyer-Landrut Fanclub

    Dienstag, 8. Juni 2010

    Lena Meyer-Landrut in Wahrheit total langweilig!

    Immer wieder liest man ja in div. Foren etc., Lena sei gar nicht so witzig und so, das sei alles nur mache. Ich hab das bisher nicht geglaubt.
    Aber jetzt habe ich die Wahrheit erfahren. Ich hab da nämlich nen Kumpel der einen kennt dessen Mutter bei der Zulassungsstelle arbeitet, bei der der Onkel von Anke Engelke seinen Wagen zugelassen hat. Und die hat einem Freund erzählt, wie das da in wirklichkeit läuft. Die ganzen Sprüche und Grimassen... alles einstudiert, stammt alles von dem Team das auch für Stafan Raab die Gags schreibt aber vor allem auch von Anke Engelke. Habt ihr von der denn in letzter Zeit im Fernsehen was gesehen - ausser als sie beim Casting in der Jury saß? Das war auch keinesfalls Zufall, dass sie da war, obwohl sie ist ja nun im gegensatz zu den anderen die in der Jury waren nicht gerade als Sängerin oder Musikerin bekannt ist (auch wenn sie ab und zu mit einer Band als Sängerin auftritt).
    Welchen anderen Grund sollte es für ihre Anwesenheit dort gegeben haben. Ganz einfach - sie war eh schon die ganze zeit an der Show beteiligt. Die ist nämlich seit der ersten Show nur noch mit dem Spontaneitätscoaching mit Lena beschäftigt.
    Interviewpartner müssen ihre Fragen auch schon Wochen vorher bei Brainpool einreichen. Die Antworten und Reaktionen werden dann haarklein mit Lena vorbereitet, was natürlich einen enormen Zeitaufwand erfordert.
    Auch all das wollte ich erst nicht glauben, aber dann habe ich mir nochmal die Show angesehen, bei der Anke in der Jury war. Achtet da mal auf Lenas Mimik und Gestik und die von Anke Engelke, als die sie für die geniale Songauswahl lobt ("I´m singing oh,oh, on a Friday night...") Das ist unheimlich, als wäre da ein Spiegel zwischen den beiden. Da haben die sich eigentlich schon verraten.

    http://www.unser-star-fuer-oslo.de/videos/player/index.html?contentId=61984&initialTab=sendung&showId=1447-01

    Donnerstag, 15. April 2010

    Runter kommen sie immer!

    Text zu "Der Flug des Phönix" bei tvmovie.de
    Da stellt sich die Frage: Sind bei einem Absturz schon mal ein paar Passagiere oben geblieben?

    Dienstag, 13. April 2010

    Unglaublicher Solitaire-Screenshot

    Mir war langweilig, während mein PC mit einer aufwendigen Video-Task beschäftigt war. Und da kam ich auf die Idee auch noch mein Solitaire zu starten. Das muss den Rechner leicht überfordert haben - jedenfalls beherrschte er plötzlich nicht mehr die Spielregeln ;-) Kein Fake, kein Photoshop!